Als ich die Geislerspitzen zum ersten Mal sah, war ich sofort begeistert. Kein anderes Bergmassiv in den Alpen kann es mit den schroffen Gipfeln des Sas Rigais, der Grande Fermeda oder der Furchetta Grande aufnehmen. Das Massiv ist so zerklüftet, dass die meisten Gipfel nur für erfahrene Alpinist:innen geeignet sind. Zum Glück gibt es viele andere Möglichkeiten, die Geislerspitzen hautnah zu erleben, zum Beispiel auf dieser dreitägigen Hüttentour durch den Naturpark Puez-Geisler. Drei Tage lang bilden die Berge, die Reinhold Messner zum Bergsteiger machten, die Kulisse für eine wunderbare Hüttentour durch eines der schönsten Gebiete der Dolomiten.

Drei Tage auf einer Hüttentour durch Puez-Geisler, mit den Geislerspitzen zu deinen Füßen
Quer durch den Naturpark Puez-Geisler wanderst du auf dieser Hüttentour rund um die Geislergruppe. Schöner kann es nicht werden, oder? Der Naturpark Puez-Geisler ist zweifelsohne eine der vielen Perlen der Dolomiten. Der Park umfasst eine Fläche von über 10.000 Quadratkilometern und beherbergt eine reiche Flora und Fauna. Am auffälligsten sind natürlich die scharfen und schroffen Gipfel der Geislergruppe, die besonders von der Seceda und dem Dorf St. Magdalena im Villnösstal aus häufig fotografiert werden.
An Touristen mangelt es in diesem Teil der Dolomiten also sicher nicht. Wenn du also schlau bist, ziehst du deine Wanderschuhe an, um tiefer in die Gegend vorzudringen. Eine Hüttentour ist dann eine sehr gute Option. Im Gegensatz zum benachbarten Rosengarten, wo du eine hohe Hüttendichte vorfindest, ist Puez-Geisler etwas spärlicher mit Schutzhütten bestückt. Damit sind auch die Möglichkeiten für eine Hüttentour etwas eingeschränkter.
Diese dreitägige Option hat jedoch alles, was ein erfahrener Bergwanderer braucht. Eine wunderschöne Route mit steilen Abschnitten hier und da führt dich tiefer in den Naturpark. Unterwegs übernachtest du in zwei schönen Berghütten und wechselst zwischen schroffen Aussichten und den lieblichen Almwiesen im Villnösstal ab. Auf dieser dreitägigen Hüttentour durch Puez-Geisler wird es dir garantiert nicht langweilig.
Route und praktische Informationen | Dreitägige Hüttentour rund um die Geislerspitzen in Puez-Geisler
- Eine wunderschöne dreitägige Hüttentour rund um die Geislerspitzen, im Naturpark Puez-Geisler.
- Für diese Hüttenwanderung ist ein gutes Maß an Kondition und Trittsicherheit (T3) erforderlich. Die Route verläuft auf gut begehbaren Wegen, hat aber auch einige sehr steile Passagen.
- Übernachtet wird in der Schlüterhütte und im Rifugio Brogles. Möchtest du kürzere Tagesetappen wandern? Dann solltest du eine zusätzliche Übernachtung in der Regensburger Hütte oder im Rifugio Juac einplanen.
- Diese Route beginnt und endet in Wolkenstein im Grödnertal.
Tag 1: vom Grödnertal zur Schlüterhütte
Wer die Geislerspitzen in drei Tagen umwandern will, muss gute Beine mitbringen. Vor allem am ersten Tag gibt es bei dieser Hüttentour durch Puez-Geisler viele Höhenmeter zu überwinden. Das liegt daran, dass du die Roascharte überqueren musst, einen 2.617 Meter hohen Bergpass, der die Geislerspitzen von der Puez-Gruppe trennt.
Während du deine dreitägige Hüttenwanderung im belebten Wolkenstein im Grödnertal beginnst, musst du dir den Weg bis zur Regensburger Hütte mit vielen anderen Wanderern und Radfahrern teilen. Das ändert sich jedoch, sobald du die Regensburger Hütte hinter dir lässt und Kurs auf die Roascharte nimmst. Dies ist die Domäne der Langstreckenwanderer. Wenn du den höchsten Punkt des Tages erreicht hast, erwartet dich ein teilweise steiler Abstieg zum Tagesziel.
Nach mehr als sechs Stunden Gehzeit kommst du schließlich an der Schlüterhütte an, einer beliebten Berghütte, die an der Route des Alta Via 2 und München – Venedig liegt. Die Hütte ist oft komplett ausgebucht. Wenn das der Fall ist, kannst du immer noch auf die etwas tiefer gelegene Gampenalm ausweichen, auf der es übrigens leckeres Essen gibt.



Tag 2 & 3: über die Geisleralm und die Mittagsscharte zurück ins Grödnertal
Der zweite Tag dieser dreitägigen Hüttentour durch Puez-Geisler ist im Vergleich zu Tag 1 ein Kinderspiel. Es folgt ein gemütlicher Tag entlang der Nordflanken der Geislerspitzen. Während du an blühenden Almwiesen entlang wanderst, hast du nicht nur einen schönen Blick auf das Bergmassiv, sondern kannst auch Seceda in der Ferne sehen. Bis zum Rifugio Brogles, dem Endpunkt des Tages, ist dieser Tag vor allem ein Vergnügen. Die bei Influencern beliebte Geisleralm bietet auf halber Strecke einen schönen Platz zum Ausruhen der Beine.
Der dritte Tag markiert auch das Ende der Hüttentour um die Geislerspitzen. Zum Glück steht eine weitere schöne Etappe auf dem Programm. Diese führt über die anspruchsvolle Mittagsscharte, einen mehr als 2.500 Meter hohen Bergpass, der das Geislerspitzenmassiv durchschneidet. Der Weg ist gut begehbar, aber steil. Auf der Passhöhe wirst du mit fast schon majestätischen Ausblicken belohnt, unter anderem auf den Langkofel und die Marmolada.
Dann beginnt ein langer Abstieg zurück ins Tal. Hier nimmst du die Route vom ersten Tag wieder auf. Das bedeutet ein erneutes Wiedersehen mit der Regensburger Hütte und dem Rifugio Juac. Nach einem anspruchsvollen dritten Tag geht dann in Wolkenstein ein wunderbares dreitägiges Abenteuer durch eines der schönsten Gebiete der Dolomiten zu Ende.



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Häufig gestellte Fragen zu dieser siebentägigen Hüttentour in den Dolomiten
Möchtest du diese Hüttentour in den Dolomiten eines Tages wandern? Die folgenden häufig gestellten Fragen helfen dir bei der Planung dieser schönen Tour weiter und sorgen dafür, dass du gut vorbereitet losziehen kannst.
Wann ist die beste Jahreszeit für diese Hüttentour durch Puez-Geisler?
Wann ist die beste Jahreszeit für diese Hüttentour durch Puez-Geisler?
Diese Hüttentour macht man am besten in den Sommermonaten, von Anfang Juli bis Mitte September. Denke daran, dass in den Dolomiten viele Schneereste bis zum Sommer liegen bleiben. Vor allem rund um die Mittagsscharte und die Roascharte kannst du bis in den Spätsommer hinein Schneefelder finden.
Muss man Berghütten im Voraus reservieren?
Muss man Berghütten im Voraus reservieren?
Ja, in diesem Teil der Dolomiten ist das auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Dieser Teil der Dolomiten ist bei Wanderern und Touristen sehr beliebt. Viele Hütten sind in der Hochsaison ausgebucht. Deshalb solltest du weit im Voraus reservieren.


