Die Birkkarspitze: Besteigung des höchsten Berges im Karwendel

Das Karwendel gehört ohne Zweifel zu meinen Lieblingsgebirgen. Ich liebe die Schroffheit der Gegend, die einsamen Täler und die schönen Flecken. Als ich dieses Gebiet zum ersten Mal zu Fuß durchquerte, bestieg ich zusammen mit einem guten Freund den höchsten Berg des Gebirges, die Birkkarspitze (2.749 m). Ein fantastisches Abenteuer, das Ausdauer und Bergsteigererfahrung erfordert. Es war buchstäblich und im übertragenen Sinne der Höhepunkt unserer Tour. Wenn auch du eines Tages die Birkkarspitze besteigen möchtest, lies weiter. In diesem Artikel erkläre ich dir, welche Route du auf dem Weg zum Gipfel am besten wählst.

Birkkarspitze

Die Birkkarspitze auf einer Mehrtagestour durch das Karwendel besteigen

Die Besteigung der Birkkarspitze ist ein beliebtes Ziel unter Bergwanderern, die gerne das Karwendel besuchen. Da dies der höchste Berg in der Region ist, hast du vom Gipfel aus eine wunderbare Aussicht. Aber nicht nur die Aussicht vom Gipfel ist lohnenswert, auch der Weg zum Gipfel der Birkkarspitze hat es in sich.

Die Birkkarspitze liegt im Herzen des Karwendelgebirges, einem geschützten Naturschutzgebiet, in das du nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad eindringen kannst. Der Weg zum Gipfel ist daher relativ lang. Nur leistungsorientierte Bergwanderer schaffen es, diesen Gipfel an einem Tag zu besteigen. Viele Wanderer nehmen sich zwei Tage Zeit. Dafür musst du mit dem Fahrrad zum Karwendelhaus fahren und am nächsten Tag zu Fuß weitergehen.

Die schönste Variante ist meiner Meinung nach die unten beschriebene Route. Hier umrundest du das Birkkarspitzmassiv in drei Tagen und erklimmst den Gipfel am zweiten Tag. Während der Tour schläfst du jeweils eine Nacht im Karwendelhaus und im Hallerangerhaus. Der Vorteil dieser Route ist, dass du den schönen Abstieg von der Südflanke zum Hallerangerhaus mitnehmen kannst. Weitere Highlights auf dieser Tour sind ein Besuch an der idyllischen Kastenalm und die Besichtigung der Isarquelle.

In zwei Tagen auf den Gipfel des höchsten Gipfels im Karwendelgebirge

Die Birkkarspitze besteigst du also in mehreren Etappen. Der erste Tag beginnt mit einer gemütlichen Wanderung zum Karwendelhaus, dem Ausgangspunkt für die Besteigung des höchsten Berges im Karwendel. Hier triffst du also vor allem Mitwanderer, die wie du am nächsten Tag den Aufstieg auf den Gipfel versuchen werden.

Am zweiten Tag wirst du die Birkkarspitze von der Nordflanke aus über das berüchtigte Schlauchkar besteigen. Besonders am Anfang wirst du hier auf einige knifflige Passagen stoßen, die aber mit Stahlseilen gesichert sind. Langsam gewinnst du an Höhe und die Landschaft wird immer desolater. Alles rund um die Birkkarspitze atmet das Karwendel: Das brüchige Gestein, das typisch für dieses Gebirge ist, wird immer deutlicher zu erkennen. Auch der Weg ändert sich langsam, während du an Höhe gewinnst. Sobald du das Schlauchkar erreicht hast, folgt der schwierigste Teil der Besteigung der Birkkarspitze. Durch den bekannten Schotter und möglicherweise durch Schneefelder bahnst du dir langsam deinen Weg nach oben, auf deinem Weg zum Gipfel.

Ein grandioser Ausblick vom Gipfel: Die Besteigung der Birkkarspitze lohnt sich

Nach etwa 2,5 Stunden Gehzeit erreichst du die kleine Birkkarhütte und wenig später den Gipfel der Birkkarspitze. Die Aussicht vom Gipfel der Birkkarspitze ist zweifelsohne phänomenal, mit herrlichen Blicken auf die Bayerischen Voralpen und die höchsten Berge Tirols. Nach dem Aufstieg auf die Birkkarspitze folgt der unvermeidliche Abstieg über die Südflanke in Richtung Hinterautal. Von der Länge und den Höhenmetern her ist dieser Abstieg um ein Vielfaches länger als der Hinweg über das Schlauchkar: Von über 2.700 Höhenmetern geht es zurück auf nur 1.200 Höhenmeter. Meiner Meinung nach ist dieser Abstieg über die Südflanke jedoch landschaftlich viel schöner als der Aufstieg über das Schlauchkar.

Der erste Teil dieses Abstiegs ist gleich der schwierigste. Über mit Stahlseilen gesicherte Passagen und möglicherweise einige Schneefelder steigst du langsam aber sicher ab. Danach folgt ein langer Abschnitt durch den bekannten Schotter, der beim Abstieg deutlich weniger Probleme bereitet. Langsam aber sicher kommt dann die Kastenalm in Sicht und nicht viel später das Hallerangerhaus, wo du nach einer schönen zweiten Etappe übernachten wirst.

Zurück nach Scharnitz über das Hallerangerhaus und das Isartal

Tag drei ist im Vergleich zu Tag zwei ein Kinderspiel. Er folgt einer langen, aber sanften Route durch das Hinterautal. Vielleicht kannst du dabei in Erinnerungen an die Besteigung der Birkkarspitze schwelgen. So oder so, der dritte Tag bildet einen gemütlichen Abschluss einer dreitägigen Tour durch das Karwendel.

Vergiss am dritten Tag nicht, einen Blick auf die Isarquelle zu werfen, der du auf der Route begegnest. Außerdem kannst du die ganze Schönheit des Karwendelgebirges genießen, bevor du nach drei wunderschönen Tagen in Scharnitz müde, aber zufrieden wieder am Ausgangspunkt der Route ankommst.

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Häufig gestellte Fragen zum Besteigen der Birkkarspitze

Hast du Lust, die Birkkarspitze zu besteigen? Die folgenden häufig gestellten Fragen helfen dir bei der Planung dieser spannenden Tour weiter und sorgen dafür, dass du dich sicher auf den Weg machen kannst.

Wann ist die beste Jahreszeit, um die Birkkarspitze zu besteigen?

Die Besteigung der Birkkarspitze ist normalerweise von Ende Juni bis Anfang September möglich. Im Karwendelgebirge kann es bis zum Frühsommer noch viel Schnee geben. Berücksichtige dies und prüfe im Voraus, ob der Aufstieg verantwortbar ist.

Braucht man eine spezielle Ausrüstung, um die Birkkarspitze zu besteigen?

Nein, für die Besteigung der Birkkarspitze ist keine besondere Ausrüstung erforderlich. Sollte jedoch noch viel Schnee an den Flanken der Birkkarspitze liegen, können Grödl nützlich sein.

Wo kann ich einen Schlafplatz in den Berghütten rund um die Birkkarspitze reservieren?

Auf dieser Website kannst du einen Schlafplatz für das Karwendelhaus buchen. Buche hier einen Schlafplatz für das Hallerangerhaus.