Rifugio Taramelli: die vielleicht schönste Hütte in den Dolomiten

Schöne Berghütten gibt es in den Alpen zuhauf. Dank der vielen Wanderungen, die ich im Laufe der Jahre in den Alpen gemacht habe, bin ich auf viele schöne Berghütten gestoßen. Rifugio Taramelli ist definitiv eine davon. Die Hütte liegt mitten in den Dolomiten, wird aber von vielen Wanderern übersehen. Mit nur zehn Schlafplätzen ist sie zweifelsohne die kleinste Berghütte, in der ich je geschlafen habe, aber gerade deshalb hat sich diese Berghütte ihre Authentizität bewahrt. Wie du diesen wunderschönen Ort zu Fuß erreichst, erkläre ich dir in diesem Artikel.

Rifugio Taramelli, een prachtige berghut in de Dolomieten

Rifugio Taramelli, ein ruhiger und idyllischer Ort in den Dolomiten

Gibt es noch ruhige Orte in den Dolomiten? Jeder, der in diesem weitläufigen Gebiet gewandert ist, stolpert oft über die Menschenmassen. Schönheit hat ihren Preis. Ob du es glaubst oder nicht, aber es gibt hier und da noch ruhige Flecken in den Dolomiten. Das Rifugio Taramelli ist so ein Ort. Diese Berghütte liegt versteckt im Monzoni-Massiv, einem relativ unbekannten Gebirgszug zwischen dem viel bekannteren Rosengarten-Massiv und den Pale di San Martino. Es ist ein Gebiet, das von Wanderern oft übersprungen wird, vor allem weil hier im Vergleich zu den umliegenden Massiven alles etwas weniger schroff ist.

Trotzdem ist das Rifugio Taramelli ein Ort ganz nach meinem Geschmack. Mit nur zehn Schlafplätzen kannst du hier in relativer Ruhe eine ruhige Nacht in den Bergen genießen, abseits der größeren Hütten. Auch für Tagesausflügler gibt es hier viel Platz auf der Terrasse, um eine Pause einzulegen. Umgeben von üppigen Wäldern und Almwiesen, mit Blick auf das schöne Val di Fassa, ist dies der richtige Ort, um eine ruhige Wanderung im Herzen der Dolomiten zu genießen.

Route und praktische Informationen | Wanderung zum Rifugio Taramelli

Eine schöne Wanderung über den Passo di San Pellegrino und das Rifugio Passo delle Selle

Du kannst das Rifugio Taramelli auf verschiedene Arten erreichen. Die einfachste Variante beginnt in Val di Fassa, wo du dein Auto auf dem Wanderparkplatz am Ortsrand von Pozza di Fassa abstellen kannst. Von dort aus beginnt eine relativ einfache Route, die meist auf breiten Wegen zur Hütte führt. Wenn selbst das zu viel für dich ist, kannst du dich auch mit dem Wanderbus zur Malga Monzini bringen lassen. Wenn du dich für diese Option entscheidest, erreichst du das Rifugio Taramelli innerhalb von 30 Minuten.

Ist dir das alles ein bisschen zu einfach? Dann kannst du deine Wanderung auch vom Passo di San Pellegrino aus starten. Das bringt mehrere Vorteile mit sich. Erstens hast du während der Wanderung einen wunderschönen Panoramablick und kannst unter anderem Pale di San Martino überblicken. Auch der Weg selbst ist um ein Vielfaches schöner: Über einen meist schmalen Pfad wanderst du über die Rifugio Passo delle Selle zur Rifugio Taramelli. Vor allem der letzte Teil des Weges zur Hütte, zwischen Passo delle Selle und dem Rifugio durch das malerische Valle dei Monzoni, ist von unvergleichlicher Schönheit.

Wenn du vom Passo di San Pellegrino startest, erwartet dich eine schöne Bergwanderung von 13 Kilometern mit etwa 1.000 Höhenmetern (hin und zurück). Wenn du die Strecke etwas abkürzen möchtest, kannst du den Costabella-Sessellift nehmen. Von der Bergstation hin und zurück sind es dann noch gut 8 Kilometer mit rund 700 Höhenmetern.

Auf den Spuren des Ersten Weltkriegs

Was die Route zum Rifugio Taramelli noch interessanter macht, ist die bewegte Geschichte dieser Gegend während des Ersten Weltkriegs. Wo heute das Rifugio Passo delle Selle steht, verlief früher die Frontlinie zwischen der italienischen Armee und den österreichisch-ungarischen Truppen. Wo heute Wanderer einen Ausflug in die Natur genießen, wurde früher tief in den Bergen heftig gekämpft.

Die Überreste sind daher noch immer deutlich auf dem Weg zu sehen. Stacheldraht, verfallene Baracken und Schützengräben sind noch immer rund um den Passo delle Selle zu finden. Wenn du von diesem Pass auf dem Klettersteig Bepi Zac startest, der über den Kamm der Costabelle-Kette führt, wirst du auf viele weitere Relikte aus dieser Zeit stoßen.

All das ist vergessen, wenn du am Rifugio Taramelli ankommst. Bei schönem Wetter kannst du dich hier auf der Terrasse im Grünen niederlassen. Ist das Wetter schlecht? Dann findest du drinnen eine gemütliche Stube mit Platz für ein paar Wanderer. Wie auch immer du es betrachtest, diese vielseitige Wanderroute zu dieser hübschen kleinen Berghütte lohnt sich dank der schönen Natur und der faszinierenden Geschichte auf jeden Fall.

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Häufig gestellte Fragen zum Rifugio Taramelli

Hast du Lust auf diese Wanderung zum Rifugio Taramelli? Die häufig gestellten Fragen unten helfen dir bei der Planung dieser schönen Tour weiter und sorgen dafür, dass du gut vorbereitet losziehen kannst.

Wann ist die beste Zeit im Jahr für diese Wanderung?

Diese Wanderung ist am besten von Ende Juni bis Ende September zu machen. In dieser Zeit ist das Rifugio Taramelli geöffnet und die Route ist normalerweise schneefrei.

Wann hat das Rifugio Taramelli geöffnet?

Diese Berghütte ist jährlich von der dritten Juniwoche bis zum dritten Wochenende im September geöffnet. Bitte beachte, dass die genauen Öffnungszeiten vom Wetter abhängen können. Erkundige dich also rechtzeitig, ob die Hütte tatsächlich geöffnet ist.