Viertägige Hüttentour durch das Wetterstein in Tirol und Bayern

Das Wettersteingebirge ist für mich und für viele andere Bergwanderer ein Gebirge der Extreme. Viele Orte in diesem Gebirge sind nur schwer zu erreichen, ganz zu schweigen von der Besteigung der Gipfel in diesem Gebiet. Neben der Zugspitze findest du hier zahlreiche weitere Gipfel, die nur von erfahrenen Bergsteigern erreicht werden können. Hast du als Wanderer hier also etwas zu suchen? Die Antwort darauf lautet: Ja. Zahlreiche schöne Wanderwege führen durch das Gebiet und überqueren mehrmals fast beiläufig die Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Meiner Meinung nach ist diese viertägige Hüttentour durch das Wetterstein der beste Weg, um dieses facettenreiche Gebirge bestmöglich kennenzulernen.

Ruhe, Stille, Schroffheit: Eine Hüttentour durch das Wetterstein hat es in sich

Das Wettersteingebirge ist vor allem für den höchsten Berg Deutschlands, die Zugspitze, bekannt. Jedes Jahr besteigen Tausende von Wanderern diesen berühmten Berg. Während es rund um die Zugspitze ziemlich geschäftig zugehen kann, sind viele andere Orte im Wettersteingebirge meist ruhig und menschenleer. Für Tageswanderungen ist dieses Gebirge daher nicht besonders gut geeignet. Viele Täler sind schlecht erschlossen, so dass eine Übernachtung in einer der Berghütten in der Gegend notwendig ist. Dank seines eher menschenleeren Charakters und der zahlreichen Berghütten ist eine Hüttentour durch das Wetterstein die ideale Möglichkeit, die Gegend zu erkunden.

Diese viertägige Hüttentour durch das Gebiet beginnt auf deutschem Boden, ist aber buchstäblich grenzüberschreitend. Denn nach einer langen ersten Etappe durch das schöne Reintal überquerst du am zweiten Tag die Grenze nach Österreich. Es folgt eine schöne Tour entlang der Südflanken des Gebirgszuges, bei der du an Hütten und Almen mit herrlichen Ausblicken auf die österreichischen Alpen vorbei wanderst, bevor du über die Meilerhütte wieder deutschen Boden betrittst.

So bietet diese Hüttentour jede Menge Abwechslung und du bist vier Tage lang weg von der Zivilisation.

Route und praktische Informationen | Viertägige Hüttentour im Wetterstein

Quer durch das schöne Reintal

Diese viertägige Hüttentour durch das Wetterstein beginnt mit einer ersten relativ langen Etappe durch das Reintal. Für viele Wanderer ist dies das Tor zur Zugspitze. In der Tat führt der lange Weg durch dieses Tal unwiderruflich zum höchsten Punkt Deutschlands. Doch dazu kommt es bei dieser Hüttentour nicht. Bis zur Knorrhütte, dem Endpunkt der ersten Etappe, folgst du dem Weg zur Zugspitze, doch dann wendest du dich nach Süden.

Das Reintal ist aus mehreren Gründen ein beliebter Ort zum Durchwandern. Die wunderschöne Partnachklamm ist ein toller Anfang für eine wunderbare Wanderung durch dieses Tal. Weiter im Tal wird die Natur immer unberührter und die Aussichten immer spektakulärer. Mit der Zugspitze in Sichtweite verlässt du jedoch am zweiten Tag Deutschland und das Reintal, um die Hüttenwanderung durch das Wetterstein auf der österreichischen Seite fortzusetzen.

Über das Gatterl ins Gaistal

Am zweiten Tag verlässt du die Knorrhütte und nimmst Kurs auf das Gatterl (2.024 m). Dieser Gebirgspass bildet den Übergang von Bayern nach Tirol und liegt somit direkt an der Grenze. Du bist jetzt auf der Südseite des Wettersteingebirges angekommen. Nach einem etwas kniffligen Abstieg, der teilweise mit Stahlseilen gesichert ist, folgt der vielleicht schönste Teil dieser Hüttentour durch das Wetterstein.

Denn nun liegt dir das Gaistal zu Füßen, ein wunderschönes, unberührtes Tal westlich von Leutasch. Hier folgst du einem Höhenweg, der parallel zu den Flanken des Wettersteingebirges verläuft. Eine reizvolle Route mit atemberaubenden Aussichten. Unterwegs kommst du an der Rotmoosalm vorbei, wo du eine Pause einlegen kannst. Anschließend nimmst du Kurs auf den Endpunkt des Tages, die Wettersteinhütte.

Das Finale der Hüttentour durch das Wetterstein: zur Meilerhütte

Der vorletzte Tag der Hüttentour durch das Wetterstein bringt einige Dilemmas mit sich. Du kannst nämlich zwei verschiedene Routen wählen. Die schnellste Variante ist die schwierigste: Über den Söllerpass musst du auf steilen und ungesicherten Pfaden ein ganzes Stück aufsteigen. Wenn dir das alles ein bisschen zu viel ist, kannst du die längere Variante wählen, die über das Puittal und das Berglaintal zur Meilerhütte führt. Diese Hütte bildet den dritten und letzten Schlafplatz während der Hüttentour. Du schläfst hier direkt an der Grenze und am Fuße der mächtigen Törlspitzen.

Am vierten Tag geht die Hüttentour durch den Wetterstein endlich zu Ende. Nach einem langen Abstieg erreichst du schließlich Garmisch-Partenkirchen und kehrst in die Zivilisation zurück. Bergwanderer, die auf der Suche nach einer abwechslungsreichen Hüttentour sind, die dich an schönen und einsamen Orten vorbeiführt, sind bei dieser Mehrtageswanderung genau richtig. Eine gute Kondition ist auf jeden Fall erforderlich, aber zum Glück bekommst du im Wettersteingebirge eine Menge zurück.

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Häufig gestellte Fragen zu dieser viertägigen Hüttentour im Wetterstein

Möchtest du diese Hüttentour im Wetterstein einmal erwandern? Die folgenden häufig gestellten Fragen helfen dir bei der Planung dieser schönen Tour weiter und sorgen dafür, dass du gut vorbereitet losziehen kannst.

Was ist die beste Jahreszeit, um diese Hüttentour zu wandern?

Diese Hüttentour macht man am besten in den Sommermonaten, von Mitte Juni bis Ende September. Bedenke, dass viele Schneefelder in dieser Gegend bis zum Sommer liegen bleiben. Informiere dich also gut, bevor du losgehst, damit es keine Überraschungen gibt.

Muss man Berghütten im Voraus reservieren?

Ja, eine Reservierung im Voraus wird empfohlen. Besonders die Berghütten im Reintal (die Reintalangerhütte und die Knorrhütte) sind oft schnell ausgebucht, weil sie auf dem Weg zur Zugspitze liegen. Auch für die anderen Berghütten ist es ratsam, im Voraus zu reservieren.