Fünf Tage auf Hüttentour im Allgäu

Im äußersten Süden Deutschlands ist die Natur vielleicht am schönsten. Denn dort, wo sich Bayern, Tirol und Vorarlberg die Hand reichen, warten die unberührten Allgäuer Hochalpen. Das Naturschutzgebiet eignet sich hervorragend, um es zu Fuß zu entdecken. Eine Hüttentour durch das Allgäu ist daher die ideale Möglichkeit, diesen schönen Teil Deutschlands in aller Ruhe zu genießen. Wir sind fünf Tage lang durch die Allgäuer Hochalpen gewandert. Wie wir es geschafft haben, kann man hier nachlesen.

Die schönste Hüttentour im Allgäu

Wenn es um die schönsten Orte in Deutschland geht, ist das Bundesland Bayern die erste Adresse. Das Allgäu liegt im äußersten Süden dieses Bundeslandes und gilt daher als eine der schönsten Gegenden des Landes. In diesem Gebiet gibt es unzählige Möglichkeiten für Hüttentouren, die man nach eigenen Geschmack gestalten kann. So kann man sich für kurze Tageswanderungen oder längere Routen entscheiden.

Unsere Hüttentour im Allgäu führt uns zu den schönsten Plätzen der Region. Dafür gehen wir tiefer in die Berge und wandern tagelang an der Grenze zum österreichischen Tirol. Fünf Tage lang wandern wir durch die Allgäuer Hochalpen, ein Naturschutzgebiet, in dem es nicht schwer ist, eins mit der Natur zu sein. Die Hütten und Seen, denen wir unterwegs begegnen, sind von unvergleichlicher Schönheit. Wer wirklich ein paar Tage im Niemandsland wandern möchtet, entscheidet sich für diese fünftägige Hüttentour.

• Fünftägige Hüttentour in den Allgäuer Hochalpen
• Mit durchschnittlich 900 Höhenmetern und 16 Kilometern pro Tag ist eine gute Kondition Voraussetzung für diese Tour
• Start in Hinterstein, Ziel in Oberstdorf
• Die Etappe von der Kemptner Hütte zur Rappenseehütte verläuft über den Heilbronner Höhenweg. Diese Etappe ist nur für fortgeschrittene Bergwanderer zu empfehlen.
• Wanderer, die diese Etappe auslassen möchten, wandern von der Kemptner Hütte direkt zurück nach Oberstdorf.

Auf den Spuren des Jubiläumsweges

Wer bei seinen Hüttenwanderungen die einsamsten Orte des Allgäus aufsuchen möchte, kommt am Jubiläumsweg kaum vorbei. Dieser Höhenweg ist vom deutschen Hinterstein oder vom österreichischen Vilsalpsee aus leicht zu erreichen. Der Weg führt dann tiefer in die Berge bis zum Prinz-Luitpold Haus.

Unsere fünftägige Hüttentour beginnt daher mit der Begehung des Jubiläumsweges. Am ersten Tag steigen wir von Hinterstein auf 2.000 Meter Höhe auf und folgen dann zwei Tage lang diesem schönen Höhenweg. Am ersten Tag sieht man unter anderem den Vilsalpsee und den bekannten Schrecksee, bevor man sich nach einem langen Tag im Schlafraum der Landsberger Hütte die Beine vertreten kann.

Een prachtig uitzicht op de Schrecksee vanaf de Jubiläumsweg. Op huttentocht door de Allgäu kun je niet om dit meer heen.

Wo die Hüttentour durch das Allgäu am schönsten ist

Von der Landsberger Hütte aus geht die Hüttentour durch das Allgäu weiter. Wir wandern tiefer in das Gebiet hinein und kommen immer wieder an der österreichische Grenze vorbei. Am zweiten Tag ist der Jubiläumsweg wohl am schönsten. Der Weg schlängelt sich vorbei an den mächtigen Gipfeln des Allgäus und ist oft schon von weitem zu sehen.

Also machen wir uns auf den Weg zum Prinz-Luitpold Haus, dem Ausgangspunkt für die Besteigung des Hochvogels und zugleich Endpunkt des Jubiläumsweges. Der letzte Anstieg ist steil und führt uns an den notwendigen Schneefeldern vorbei. Umgeben von Nebelbänken erreichen wir den höchsten Punkt des Tages, die Bockkarscharte. Von dort geht es nur noch bergab, auf dem Weg zu einer warmen und wohlverdienten Mahlzeit auf der Hütte.

Himmeleck, ein Stückchen Himmel auf der Hüttentour durch das Allgäu

Der dritte Tag beweist, dass kein Tag wie der andere ist. Wir lassen das etwas schroffere Hochvogelmassiv hinter uns und nehmen Kurs auf den vielleicht grünsten Teil des Allgäus. Der Aufstieg zum Himmeleck, einem wunderschönen Tobel, verdient das Prädikat himmlisch. Die grünen Grashügel, die im Frühsommer noch mit Schneefeldern übersät sind, sind eine Augenweide. Wenn dann noch das mystische Wetter hinzukommt, hat man einen himmlischen Blick auf das Allgäu.

De klim naar de Himmeleck is één van de hoogtepunten tijdens een huttentocht door de Allgäu

Auf der Passhöhe angekommen, liegt dir das Allgäu praktisch zu Füßen. Von hier aus hat man nämlich einen tollen Blick auf den Eissee und seinen Wasserfall, der sich seinen Weg ins Tal bahnt. Vom Himmeleck aus hat man außerdem noch die Möglichkeit, den Schneck-Vorgipfel zu besteigen. Wenn man sich dafür entscheidet, hat man eine herrliche Aussicht bis nach Oberstdorf und auf alle umliegenden Gipfel.

Uitzicht op de Eissee waterval. Een huttentocht in de Allgäu is een ode aan de natuur.

Der dritte Tag der Allgäuer Hüttentour ist das Vorspiel zur Königsetappe. Tatsächlich kommt das Dach des Allgäus in Sicht. Denn nach dem Eissee folgt der Aufstieg zum Raubeck und zum Kreuzeck, die beide mit 2.400 Metern keine kleinen Jungs sind. Das letzte Ziel des Tages ist dann schon fast in Sicht. Die meist überfüllte Kemptner Hütte, in der vor allem Wanderer, die den E5 gehen übernachten, markiert das Ende eines langen Tages.

Der Heilbronner Höhenweg: über das Dach des Allgäus

Wer an die einsamsten Gebiete der Alpen denkt, hat meist schroffe Landschaften, Gletscher und wilde Tiere vor Augen. Oft sind es Orte, an die man als Tourist nur selten gelangt, weil sie entweder schwer zu erreichen sind oder weil der Weg dorthin schwierig ist.

Der Heilbronner Höhenweg ist ein solcher Ort, der all das in sich birgt. Denn hier wandert man auf schwierigen und anspruchsvollen Wegen über die höchsten Gipfel des Allgäus. Man überquert Gletscher und Schneefelder, und man sieht mit etwas Glück sogar Steinböcke.

Vielleicht klingt es für den erfahrenen Alpinisten zu schön, um wahr zu sein, aber in dem Moment, in dem wir den Heilbronner Höhenweg während unserer Hüttentour durch das Allgäu gegangen sind, wurden wir mit allem verwöhnt, was das alpine Leben so schön macht. Zugegeben, der Heilbronner Höhenweg ist anspruchsvoll und daher nur für erfahrene Bergwanderer geeignet. Wer nicht in diese Kategorie fällt, sollte sich nicht beunruhigen lassen, denn auch der Abstieg von der Kemptner Hütte zurück nach Oberstdorf ist sehr lohnend.

Auf dem Heilbronner Höhenweg braucht man ein bisschen Glück. Wie durch ein Wunder ist für uns alles dabei. Nicht nur das Wetter ist perfekt und damit auch die Aussicht, wir bekommen sogar Steinböcke zu sehen. Die Besteigung des Bockkarkopfes auf über 2.600 Metern und die Überquerung des Schwarzmilzferners sind der absolute Höhepunkt des Heilbronner Höhenweges.

De Heilbronner Höhen vormt het hoogtepunt van de huttentocht door de Allgäu

Nimm genügend Zeit mit

Obwohl die Etappe von der Kemptner Hütte zur Rappenseehütte nur zehn Kilometer lang ist, sollte man für die Begehung des Heilbronner Höhenwegs ausreichend Zeit mitbringen. Vom Start bis zum Ziel benötigt man leicht sechs Stunden. Außerdem ist es ratsam, früh loszugehen, um eventuellen Gewittern in den Nachmittagsstunden zuvorzukommen. Wenn man genügend Zeit hat, kann man sich auch gelegentliche Pausen leisten. Gerade in den Momenten, in denen man nicht auf den Weg achten muss, kann man sich umschauen und die Schönheit der Allgäuer Hochalpen genießen.

Eine Hüttentour im Allgäu? Sofort machen!

Sobald die Rappenseehütte in Sicht ist, ist der größte Teil der Hüttentour durch das Allgäu vorbei. Der fünfte Tag ist eine leichte Etappe, die uns zurück nach Oberstdorf führt. Wer fünf Tage lang durch die einsamen Berge des Allgäus wandert, kann sich mit dieser Gegend nur anfreunden. Die wunderbaren Hütten und schönen Etappen sind für den wahren Wanderfreund einen Besuch wert.

Eine Hüttentour im Bregenzerwald

Einen Katzensprung vom Allgäu entfernt liegt der Bregenzerwald, wo eine wunderschöne dreitägige Hüttentour beginnt.